La Vie – Die Kunst der Straße im GOP

10. März 2024

Passend zum nahenden Frühling, der die Menschen mehr und mehr wieder auf die Straßen und Plätze zieht, präsentierte das GOP die Show „La Vie“ – die Kunst der Straße. Vier Jahre nach der Uraufführung in München war am Donnerstagabend Premiere in Bonn. Ausverkauft!

Anders als sonst hielt sich die Technik mit ihren berühmten Effekten diesmal auffallend zurück. Das passte, denn auf der Bühne präsentierten die Künstlerinnen und Künstler eher „filigrane“ Akrobatik, die durchaus auf große Showeffekte verzichten kann. Die Show bestach durch Leichtigkeit und eine eigenwillige Inszenierung. Gespielt wurde sie vor einer Fotokulisse, die an das frohsinnige Leben in Ländern im entspannteren Teil des europäischen Kontinents erinnerte. Eine „Kurzreise in die Welt der Straßenkunst“ kündigt GOP an, „mitten hinein in das künstlerische Spektakel, das sich in den Fußgängerzonen und auf den bunten Festivals in Avignon, Rom oder Barcelona bietet“ – musikalisch begleitet von Michi Marchner und Martin Lidl, beide Vollblutmusiker und Multiinstrumentalisten, deren Karriere mit Straßenmusik begann.

Für Grazie und komödiantische Momente war diesmal Samaki zuständig. Die Italienerin ist Autodidaktin und begeisterte mit wirbelnden Hüten, Tanzeinlagen und „etwas, was man nicht einpacken kann: ihren Sinn für Humor, die Liebe zum Publikum und die Leidenschaft für die Bühne“, beschreibt GOP die Künstlerin.

Magisch die Show von Naoto, der mit seinem YoYo verschmolzen zu sein schien. Aus Berlin kommen Julia und Lukas, die nicht nur einen Pas de deux voller Anmut und Harmonie präsentierten. Lukas hielt das Publikum mit einer Bouncing Jonglage in Atem, während Partnerin Julia das Publikum mit ihren Figuren am Luftring in ihren Bann zog.

Wenn es unter Akrobaten so etwas wie Rockstars gibt, dann ist die Spanierin Ariadna mit Sicherheit einer von ihnen. Vor allem die Präsentation am Vertikalseil mit einer außergewöhnlichen Choreografie war atemberaubend. Ebenso wie die Jonglage von Thomas Janke, der sich die Kunst des Jonglierens selbst beigebracht hat. Auf ihre Partnerin Yordi musste Tsion am Premierenabend noch verzichten. Also zeigte die Äthiopierin die Fußjonglage solo. Und dann war da noch Serge Huercio aus Frankreich, der auf seinem Kunstrad die Leichtigkeit des Seins zelebrierte.

Regisseur der Show ist Knut Gminder, der auch das Videodesign entwickelte. Sebastian Drozdz entwarf das Bühnenbild.

Wer ein paar besondere Stunden erleben möchte, sollte sich „La Vie“ nicht entgehen lassen. Bis zum 28. April 2024 im Bonner GOP.


Bad Honnefer Zeitung (BHZ)

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