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Wenn der Theaterdirektor zum Avatar wird

Oliver Kepka und Mark Schüler – Foto: Oliver Kepka

Diese Woche stellte das GOP Varieté Theater Bonn der Presse erstmals eine in Kooperation mit der Deutschen Telekom entwickelte VR-Tour vor, die es Nutzern weltweit ermöglicht, das Haus in all seinen Bereichen virtuell zu betreten. Über zwei Monate Arbeit flossen in das Projekt ein, mit dem Direktor Mark Schüler nun das erste Haus der bundesweit operierenden Gruppe vermarktungstechnisch in ein neues Zeitalter führen will: „Insbesondere ein jüngeres Publikum ist heute nur noch schwer über die klassischen Wege zu erreichen. Bildergalerien reichen nicht aus, um einen adäquaten Eindruck eines Hauses wie unseres zu vermitteln. Die Leute wollen ein Gefühl dafür bekommen, was sie erwartet und in welchem Ambiente sie sich bewegen.“

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Geradezu futuristisch mutete dann auch die Präsentation des neuen Tools an: Mithilfe moderner VR-Brillen vom Typ Oculus Quest 2 konnten die Teilnehmer tief in die virtuelle Version des Bonner GOP eintauchen. „Eine Pressekonferenz, bei der die Medienvertreter stylische Kästen vor die Augen gespannt bekommen und sich mit Joysticks durch den Raum bewegen, habe ich zuvor auch noch nicht erlebt“, lacht Schüler. Der erste Blick in sein virtuelles Theater, das die Außenwelt vollständig ausklammert, habe ihn auch selbst nachhaltig beeindruckt. Dass die mit zahlreichen multimedialen Elementen ausgestattete Tour in der Regel allerdings wohl vorerst eher auf dem Bildschirm angesehen wird, ist ihm natürlich bewusst. „In ein, zwei Jahren mag das aber schon ganz anders aussehen.“

Schüler selbst spielt in der VR-Tour eine besondere Rolle. Mehrfach taucht er als interaktiver Avatar auf, der die User begrüßt und über Angebote des Hauses informiert. Selbstironie war für ihn dabei ein entscheidender Faktor: „Ich bin ja kein Schauspieler, musste mich aber trotzdem quasi selber spielen. Das geht nur mit Humor“. So sieht man den GOP-Direktor etwa beim magischen Outfit-Wechsel oder als Koch in der hauseigenen Küche. Einen ganzen Tag lang musste er dabei vor der Kamera stehen. Spaß habe es gemacht, aber das Tätigkeitsfeld werde er deshalb nicht wechseln. „Die Schauspielerei möchte ich doch lieber den Profis auf unserer Bühne überlassen.“

Ab sofort steht die neue VR-Tour auf der Homepage des Bonner GOP für den virtuellen Zutritt bereit. Unter www.variete.de/bonn genügt ein Klick auf den Start-Button.

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